2-Jahresbericht E-Auto (Erfahrung mit Renault Zoe und Nissan Leaf)

 

Nun sind mehr als zwei Jahre mit unseren beiden E-Autos vergangen. Bedingt durch Corona sind es etwas weniger Fahrten geworden und wir kommen insgesammt auf rund 54.000 km.

Das kostenlose Laden bei den Stadtwerken Münster ist seit Oktober 2020 nicht mehr möglich. Ich habe aber bereits vorher damit begonnen eine Solar-Inselanalage mit Speicher für die kostenlose Ladung zu Hause zu bauen.

Vom Frühjahr bis Herbst steht so mehr als genug Energie zur Verfügung. Die auch für Pool, Beleuchtung, Garage, Gartenhütte und Teile des Hauses genutzt werden kann.

Für die dunkle Jahreszeit wird über die "kostenlose" Wallbox (oder wenn man sowieso Einkaufen ist und dort Ladesäulen sind) geladen.

Die Kosten für außer Haus und zu Hause über das Stromnetz Laden belaufen sich für das zweite Jahr auf rund 185€.

So ergeben sich Gesamtkosten von von rund 400€ für 54.000 km. Dazu kommt eine Inspektion von rund 100€.

KFZ Versicherung lasse ich mal außen vor, die muss man auch für einen Verbrenner zahlen. 

Ab jetzt ist der Leaf noch 8 Jahre Steuerfrei. 

Die größeren Fahrten machen wir aufgrund des Platzangebotes und der Schnelllademöglichkeit eigentlich immer mit dem Leaf.

Aufgrund der Behinderung unseres Sohnes ist das für uns bequemer. Daher geht der Zoe Ende 2021 auch weg und wird wohl durch einen Nissan Ariya oder den Skoda Enyaq ersetz.

Der Zoe ist ohne Frage ein Super Auto. Diesen hatten wir aber kurzfristig noch zusätzlich geleased. Dieser Vertrag läuft aus und hier geht unser Plan auch auf:

- Nach 3 Jahren mal schauen ob wir nicht was größeres brauchen und wie weit die Hersteller so sind mit den Autos. -

Vielleicht können wir mit der entsprechenden Zugmaschine auch unser Wohnmobil durch einen Wohnwagen ersetzen und uns so komplett vom Verbrenner verabschieden.

In den Urlaub haben wir den Leaf dieses Jahr auch zweimal mitgenommen. Hier im Südseecamp

und hier in Renesse. 

Auf unseren zahlreichen Reisen bestätigt sich immer wieder: Es ist gar kein Problem. In Deutschland sind die Ladepunkte aktuell ausreichend.

Klar, mehr ist besser, aber wir kommen überall hin und haben auch immer Schnelllader an der Autobahn zur Verfügung.

Gerde bei unseren Nachbarn in den Niederlanden ist das gar kein Problem. - Hier ist man mit vielem einfach weiter und innovativer.

Aber langsam geht es ja auch bei uns vorran und es sind dieses Jahr viele neue Ladepunkte dazu gekommen. 

 

Auf einer unser Fahrten haben wir ein Pärchen an einer Säule getroffen die eine Probefahrt mit einem E-Tron gemacht haben.

Dieser war bis auf wenige km leer gefahren. Im Auohaus sagte man ihnen "einfach an eine Säule fahren, zahlen mit Kreditkarte".

So einfach fiehl es den beiden aber nicht und sie waren dankbar, dass wir ihnen geholfen haben während unser Leaf am Chademo schnell geladen wurde.

Mir scheint es so, als wollen einige Autohäuser keine E-Autos verkaufen oder die Berater sind nicht hinreichend geschult.

Wer eine Probefahrt bis an die Grenze der Reichweite, oder darüber hinaus plant, der sollte sich vorher mit dem Thema vertraut machen und z.B. die Maingau App installieren und einrichten.

Zusätzlich empfehle ich noch Shell Recharge und mobility+. Damit kommt man auf jeden Fall so gut wie überall klar und findet schnell die günstigste und verfügbare Säule.

Reifenwechsel auf Winterreifen und Check der Bremsen usw. Bei einem E-Auto kann man auch selbst Hand Anlegen.

 

In den sozialen Netzwerken sieht man viele E-Auto-Hasskommentare. Diese lassen immer tief blicken. Hierbei gibt es dann die Stammtischparolen und es zeigt sich wie unwissend viele sind.

Ich habe häufig das Gefühl, viele dieser Leute sind extrem neidisch, verbittert oder einfach nur technisch abgehängt. 

 

Ich kann da nur sagen:

Ihr werdet euch dieser positiven Veränderung nicht entziehen können, denn Verbrenner fahren wird bald so teuer sein (wenn man es dann noch darf), das ihr es euch gar nicht mehr leisten könnt.

 

Wer über den Kauf eines E-Autos nachdenkt, der sollte das jetzt tun. Noch gibt es 9000€ Förderung für das Auto, 900€ Förderung für die Ladesäule zu Hause (und damit oft kostenlos, wie bei mir),

sowie 10 Jahre keine KFZ-Steuer. Auch sind die Versicherungen meist etwas günstiger, weil diese Autos einfach nicht von jugendlichen Möchtegern-Rennfahrern gefahren werden.

 

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